Woche junger Schauspieler 2014

im Parktheater Bensheim, vom 16. - 26. März 2014

Zum 19. Mal fand 2014 die "Woche junger Schauspieler" statt, veranstaltet vom Magistrat der Stadt Bensheim, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Sparkasse Bensheim. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützte auch dieses Jahr wieder die Woche junger Schauspieler. Weitere Förderer sind der Bergsträßer Anzeiger und das Light-House Hotel.

Der März 2014 wurde in Bensheim zum Theatermonat des Jahres: Traditionell wird im Frühjahr der Eysoldt-Ring verliehen, und in diesem Jahr geht auch die beliebte Woche junger Schauspieler über die Bühne.

Anlass, das Festival vom Mai in den März vorzulegen, war der diesjährige Hessentag in Bensheim. Wir finden, dass die zeitliche Nähe der Woche junger Schauspieler mit der Eysoldt-Ring-Verleihung eine wunderbare Einheit bildet, zeigt diese Kombination doch die Verbindung des hochtalentierten Nachwuchses mit preisgekrönten Theaterschauspielern, zumal der Eysoldt-Ring-Träger traditionell die Schirmherrschaft für die Woche junger Schauspieler übernimmt. In beiden Fällen geht es um schauspielerische Höchstleistungen, die bei der Woche junger Schauspieler 2014 wieder mit dem Günther-Rühle-Preis ausgezeichnet wird.

 

Die Preisträger 2014

Die Jury des diesjährigen Günther-Rühle-Preises hat sich entschieden. Der Preis ging an "Es war auf einer Lichtung als sie das erste Mal Geld dafür nahm" von der Otto-Falckenberg-Schule in München. 

Das Publikum hat sich mit 99%iger Zustimmung für die Wiesbadener Inszenierung "Viel Lärm um Nichts" entschieden.

 

 

Das Programm

Donnerstag, 06. März, 20.00 Uhr
Foyer des Parktheaters Bensheim
Auftaktveranstaltung der Woche junger Schauspieler
Begrüßung und Vorstellung des Programm: Hermann Beil
Gäste: Regisseure und Dmataurgen der eingeladenen Bühnen
© Conny Mirbach

Sonntag, 16. März,  20.00
Jahrgangsinszenierung des 3. Studienjahrs der Otto-Falckenberg-Schule

DAS WAR AUF EINER LICHTUNG DA SIE ZUM ERSTEN MAL GELD DAFÜR NAHM
Eine Collage mit Texten von Ödön von Horváth und Bret Easton Ellis

 


Bei Ödön von Horváth liest man von jungen Frauen, die ihren Körper für Geld, eine Autofahrt oder ein Wiener Schnitzel verkaufen. Die Begegnungen der Protagonisten sind Verhandlungen, in denen austariert wird, wer sich die Beziehung mehr kosten lässt, wer mehr zu bieten hat und wer wem etwas schuldig ist.

In Bret Easton Ellis' Roman "Einfach unwiderstehlich" von 1987 haben die Beziehungen zwischen den College-Studenten einen ähnlich geschäftlichen Charakter. Aber die Mechanismen auf dem "Markt Der Verführung" haben sich weiter entwickelt: Die Geschäfte kommen völlig ohne Gegenwert aus, der eigene Körper wird gegen den Körper des anderen getauscht. Das Gegenüber dient nur noch als Projektionsfläche für einen erneuten Versuch, ein echtes Gefühl zu verspüren.

Mit: Lukas von der Lühe, Bastian Beyer, Konstantin Bez, Anna Drexler, Barbara Dussler, Morgane Ferru, Clara Heldmann, Lorna Ishema, Frederik Schmid, Nicolaas van Diepen, Moritz von Treuenfels.

Regie: Malte Jedden
Komposition und Arrangement: Benedikt Brachtel
Bühne: Jil Bertemann
Kostüm: Bettina Werner
Licht: Rainer Casper
Dramaturgie: Friederike Weidner

Dauer: 90 Min., keine Pause

 

Montag, 17. März,  20.00 Uhr
Staastheater Wiesbaden
VIEL LÄRM UM NICHTS
Komödie von William Shakespeare
deutsche Fassung von Brandon Larch

Zwei Liebespaare stehen im Mittelpunkt von Shakespeares romantischer Komödie VIEL LÄRM UM NICHTS. Kämpfe müsen gefochten, Maskenbälle getanzt und Tote zum Leben erweckt werden, bis sich am Ende alle Paare in den Armen liegen können. Das geschieht mit einer kräftigen Portion Wortwitz und jeder Menge Musik. Und selbstverständlich ist nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

'Liebe macht blind' hätte diese romantische Komödie auch heißen können, die um 1598 geschrieben wurde. Es geht um Liebe in all ihren Schattierungen und um raffinierte Verwirrungsspiele.

Mit: Benjamin Krämer, Franziska Beyer, Franziska Werner, Nils Kreutinger, Rajko Geith, Fabian Stromberger, Licas Dillmann.
Inszenierung: Caroline Stolz
Bühne und Kostüm: Lorena Diaz Stephens, Jan Hendrik Neidert
Musikalische Leitung: Frank Rosenberger
Dramaturgie: Anika Bárdos

Dauer: 105 Min., keine Pause

© Patrick Pfeiffer / LTT

Mittwoch, 26. März,  20.00 Uhr
Landestheater Tübingen
SANKYA
nach einem Roman von Sachar Prilepin in einer Theaterfassung von Ralf Siebelt 

"Eine Tomate auf den Premier zu schmeißen ist mindestens so fürchterlich wie eine Granate zu werfen. Verstehst Du?"

In seinem Roman SANKYA stellt Sacher Prilepin junge, regimekritische Russen in den Mittelpunkt. Ihre politischen Vorstellungen sind unkonkret; auf jeden Fall aber auf der Seite der Opposition, auf der Seite der Freiheit. SANKYA ist eine Geschichte von mitreißender Kraft, die von einer Generation erzählt, die den Turbokapitalismus und die Postmoderne satt hat, nach Werten und Orientierung jenseits der staatlichen Vorgaben sucht.

Ralf Siebelt hat aus dem Roman SANKYA eine Theaterfassung für fünf junge Schauspieler extrahiert, die in die verschiedenen Rollen des Romans schlüpfen.

Mit: Patrick Seletzky, Benjamin Janssen, Andreas Helgi Schmid, Margarita Wiesner, Steffen Riekers

Inszenierung: Ralf Siebelt
Austattung: Hannah Landes
Musikalische Leitung: Jojo Büld

 Dauer: 90 Minuten, keine Pause