Preisverleihung 2015

Rolf Richter, Wolfram Koch, Julia Wissert, Samuel Finzi, Hermann Beil, Klaus Völker und Harald Müller

 

Am Samstag, 21. 03. 2015 wurde zum 29. Mal der Gertrud-Eysoldt-Ring im Parktheater verliehen. Preisträger ist  das Schauspielerpaar Wolfram Koch und Samuel Finzi. ZDF-Nachrichtenfrau Petra Gerster moderierte den Festakt.

Steven Scharf
Die Juroren Willfried Schulz, Marion Tiedtke und Anselm Weber haben als Träger des Gertrud-Eysoldt-Rings 2015 das Schauspielerpaar Wolfram Koch und Samuel Finzi ausgewählt. Sie erhalten den mit 10.000,- EUR dotierten Preis für ihre
hervorragenden Leistungen in den Rollen als „Wladimir“ und „Estragon“ in Samuel Becketts Lebensdrama „Warten auf Godot“ unter der Regie von Ivan Panteleev in einer Koproduktion des  Deutschen Theaters Berlin und der Ruhrfestspiele Recklinghausen.
Die Laudatio hielt Harald Richter.

Der Kurt-Hübner-Regiepreis ging an Julia Wissert für ihre hervorragende Inszenierung „Der Junge in der Tür“ von Juan Mayorga am Staatstheater Wiesbaden.

Bereits am Vorabend der Verleihung des Gertrud-Eysoldt-Rings las Hermann Beil,  aus „Alte Meister“, eine Komödie von Thomas Bernhard. „Alte Meister" aus dem Jahr 1985 ist ein typischer Thomas Bernhard Roman. Zeitlebens provozierte er und wurde vor allem in seiner österreichischen Heimat immer wieder heftig kritisiert. Und doch gehört er zweifelsfrei zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des letzten Jahrhunderts. Die „Alten Meister“ sind einerseits eine Abrechnung mit der Kunst und einem Menschenschlag, den Bernhard zutiefst verabscheute, und andererseits ein stilistisches Feuerwerk ersten Ranges à la Bernhard.

Am Sonntag endete das „Eysoldt-Wochenende“ mit der Matinee im Parkhotel Krone in Bensheim-Auerbach. Im Rahmen der Matinee führte Akademie-Präsident Herrmann Beil ein Gespräch mit den Preisträgern.