Woche junger Schauspieler 2011
im Parktheater Bensheim, vom 19. - 25. Mai
Zum 16. Mal fand die "Woche junger Schauspieler" statt, veranstaltet vom Magistrat der Stadt Bensheim, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Sparkasse Bensheim. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt auch dieses Jahr wieder die Woche junger Schauspieler. Weitere Förderer sind der Bergsträßer Anzeiger und das Light-House Hotel.
Hermann Beil, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, hatte zu diesem Gespräch folgende Gäste eingeladen:
Donnerstag, 19. Mai, 20.00 Uhr / DNA von Dennis Kelly / Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt
Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr / Anne und Zef von Ad de Bont, Schnawwl, Nationaltheater Mannheim
Montag, 23. Mai, 20.00 Uhr / Kassandra oder die Welt als Ende der Vorstellung, URAUFFÜHRUNG von Kevin Rittberger , Schauspielhaus Wien, Kevin Rittberger erhielt 2010 den Kurt-Hübner-Regiepreis.
Dienstag, 24. Mai, 20.00 Uhr / Die schmutzigen Hände von Jean Paul Sartre, Hessisches Landestheater Marburg
Mittwoch, 25. Mai, 20.00 Uhr / Troilus und Cressida nach Wiliam Shakespeare, Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin
Beeindruckt hat uns die geschlossene Ensembleleistung der neun jungen Darsteller (Ronja Losert, Annalena Müller, Lisa Weidenmüller, Janina Zschernig; Nils Kreutinger, Florian Mania, Robert Oschmann, Jonas Schlagowsky sowie Sopranistin Esther Dierkes), die eine große Kraft und eine hohe Präsenz während der gesamten Aufführungsdauer haben erkennen lassen. Selbst bei, gastspielbedingt, fehlendem Bühnenbild war die starke Spannung und innere Beteiligung der Schauspieler spürbar, die dabei herausragende Einzelleistungen erzielten. Wir erlebten eine sehr glaubwürdige Darstellung der Figuren, ohne dass die Vorstellung in pathetischen Naturalismus entglitt. Die formalen Setzungen waren klug angewendet; anstatt in Formalismen auszuarten, trugen sie maßgeblich zur originellen und sinnstiftenden Interpretation des Stückes bei. Wir hatten den Eindruck, dass das Ensemble sich intensiv mit einem Stück auseinandergesetzt hat, dessen Dramaturgie Theaterschaffende durchaus vor große Herausforderungen stellt. Den Schauspielern gelangen Bilder von großer Intensität, die haften bleiben und der Jury wie dem Publikum einen eindrücklichen, zum Nachdenken anregenden Theaterabend bescherten. Die Jury gratuliert und wünscht allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!
Jürgen Flügge, Dr. Jürgen Rehm, Angelika Rösser
