Hörspiel des Monats/Jahres 2018

April

(c)O. Waldman, N.Brusilovsky
WE LOVE ISRAEL
ein Serial in 7 Folgen oder 2 Teilen
von  Noam Brusilovsky und Ofer Waldman
Regie:  Noam Brusilovsky
Komposition: Tobias Purfürst / Yair Elazar Glotman
Redaktion und Dramaturgie: Manfred Hess
Produktion: SWR mit freundlicher Unterstützung des ARD Büros Tel Aviv und in Kooperation mit Deutschlandradio
Erstsendung: Teil 1 (Folge I – IV), 17.5.2018, Teil 2 (Folge V – VII), 24.5.2018
Länge: 53’08‘‘ / 53’22


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Die Jury spricht eine lobende Erwähnung im Sinne eines zweiten Preises aus für das Hörspiel Die Maschine steht still (nach der gleichnamigen Erzählung von Edward Morgen Forster;  Übersetzung: Gregor Runge;  Bearbeitung: Felix Kubin; Produktion: NDR).  Sie würdigt die Wiederentdeckung eines visionären Textes, der vor 100 Jahre geschrieben, im Studio musikalisch und spannungsreich inszeniert und von Susanne Sachsse facettenreich gesprochen wurde, und der in seiner soziologischen und psychologischen Vorhersage fast unheimlich nah an die heutige Wirklichkeit heranrückt.

Die Begründung der Jury

In smarter Gestaltungsökonomie kommen die beiden in Israel geborenen Autoren Noam Brusilovsky und Ofer Waldman in „We love Israel“ umgehend zur Sache: Auf die Frage einer geschauspielerten Beamtin der Passkontrolle, warum sie nach Israel fliegen wollen, antworten echte deutsche Passiere, darunter ein Pfarrer und ein Generalleutnant der Bundeswehr a.D.,  im Originalton. Damit ist klar, dass in diesem Podcast-Serial die beiden Ebenen von Fiktionalem und Dokumentarischem intensiv  ineinander geblendet und nicht nur Staatsgrenzen reflektiert werden. Als HörerInnen sind wir bereits auf den nachfolgenden Dialog  im Regiestudio eingestimmt, wo ein Autor den anderen bittet, ‚podcast‘ zu definieren: „So eine moderne Online Geschichte, irgendwas zwischen Feature und Hörspiel. Komisches Wort, aber bitte, hier spreche ich also ein podcast.“  So spielerisch-offen wie diese Erläuterung ist auch die Form der Serie „We love Israel“, in der es aus Anlass des 70. Jahrestages des britischen Mandatsendes über Palästina und der Gründung des Staates Israel, um die zentrale Frage geht, wie sich die Liebe von Deutschen zu Israel und die von Israelis zu den Deutschen  darstellen kann. Da werden in sieben kurzen Folgen so schwergewichtige Themen wie Schuld und Sühne erfrischend respektlos und zugleich gedankenreich behandelt. In der zweiten Episode beispielweise steht die  Erinnerungskultur von Via Dolorosa und Yad Vashem im Fokus, und das Geschäft mit Tränen ist ein Aspekt dabei: „Ich wasche meine Hände in deutschen Tränen“, sagt ein Reiseführer, „alles vermischt sich, Opfertränen, Tätertränen … Danach gibt es einen freien Tag, shoppen und so.“  Am Schwulenstrand von Tel Aviv hingegen geht es urkomisch um Sprache (bedeutet der Name Feigele wirklich Vögelchen oder leitet er sich von fabulous oder faggot ab?) und die deutsche Sehnsucht nach dunkelhaarig und muskelbepackt statt  blond und schmal.

Unter rasanten Perspektivewechseln und  im Durcheinandergehen von Spiel- und Bedeutungsebenen wird klar, dass die ‚Liebe‘ zu Israel sehr unterschiedliche Formen annimmt. Und dass Liebe natürlich Kritik am repressiven Gebaren des Staates  einschließt. Zugleich gelingt es den Autoren sehr plastisch zu zeigen (und nicht bloß zu behaupten und zu beurteilen), wie Missbilligung mitunter in antisemitische Ressentiments umkippt, die sich als Israelkritik versucht, politisch zu maskieren. 

„We love Israel“ beweist, dass sich Hörspiel ohne zu moralisieren, auf mutige experimentelle und unterhaltsame Weise auf ein schwieriges Thema einlassen kann. 

 

April

(c)MDR/Reffert
KARL MARX STATT CHEMNITZ
von Thilo Reffert
Regie: Stefan Kanis
Redaktion: Thomas Fritz
Produktion: MDR
Erstsendung: 30.04.2018
Länge: 54‘57‘‘


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Eine lobende Erwähnung im Sinne eines zweiten Preises spricht die Jury aus für wittmann/zeitbloms multimediales Projekt „@wonderworld – The Story of Alice and Bob“ (Redaktion: Sabine Küchler; Produktion: DLF/SWR): Eine Reise mit Pop-Appeal in eine durch Algorithmen perfektionierte Soundwelt irgendwo zwischen Philip K. Dick und Ovid, in der Fragen nach früher oder später, dem Unterschied von wahr und falsch, Matrix und Realität keinen Sinn mehr ergeben. Eine hoch-artifizielle Produktion von synthetisch-cooler Sinnlichkeit.

Die Begründung der Jury

Das Hörspiel des Monats April handelt von einem Namensstreit, der dazu zwingt, den Begriff des Eigenen – zum Beispiel: Heimat – neu zu denken. Es handelt von den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen auf kommunaler Sachbearbeiterebene, handelt von einem Monsterkopf, in dessen Innerem Etwas vor sich geht,  vom globalen Großkapital, das plötzlich seine historische Aufgabe wahrnehmen, also Produktivkräfte entwickeln könnte, und zwar in Sachsen, sowie von den Möglichkeiten und Zwängen der Medien: hier des Radios. Kurz: Es handelt von Karl Marx, wurde vom MDR in der Regie von Stefan Kanis  produziert, und Thilo Reffert hat‘s geschrieben. Denn Reffert gelingt es dank einer elegant-doppelbödigen Stück-in-Stück-Konstruktion mit „Karl Marx statt Chemnitz“, diese vielfältigen Themen  in einem Plot von tiefgründiger Heiterkeit und funkelnder Bosheit zusammenzufügen:

Der freie Hörfunkjournalist Hauke-Veit Klapp ringt mit der für ihn zuständigen Redakteurin Rita um die Ausstrahlung seiner zehnteiligen Mini-Feature-Serie. Die war fest vereinbart, wurde nun aber kommentarlos gecacnelt. Ein Versehen? Oder ein Eingriff der Funkhaus-Hierarchen? Um sie doch noch günstig zu stimmen, oder wenigstens ihrer Ablehnung auf den Grund zu kommen, führt Hauke nun Rita jede Folge einzeln vor. Schonungslos ätzt Ulrike Krumbiegel in der Rolle der Redakteurin übers Intro, das „so 90er“ sei,  klagt über langweilige talking heads –  „Radio kann so viel mehr transportieren als Worte“ –  und bespottet einfallslose Versuche, das Werk akustisch aufzubrezeln: „Flussrauschen, Hauke, dein Ernst?“  Zugleich kann sie sich weder der Faszination der archivarischen O-Ton-Trouvaillen entziehen, die Hauke aufgetan hat –  von Eberhard Rangwitz‘ propagandistischer Kantate „Frühling der Jugend“ bis zu Ansprachen von Otto Grotewohl und Erich Honecker – noch letztlich dem inhaltlichen Sog seines Projekts. Denn der von Jörg Schüttauf grandios lebensnah gesprochene Reporter beobachtet in seiner Serie den naiv für den Verfasser des Kapital entflammten Spaßguerillero Demba und in reflexhafter Marx-Ablehnung befangenen GegnerInnen. Dembas Plan ist es, den Ort am Zusammenfluss von Würschnitz und Zwönitz am 5. Mai 2018 für einen Tag wieder „Karl-Marx-Stadt“ zu nennen. Halt so, wie Chemnitz von 1953 bis 1990 hieß. Und dafür hat er am höchsten Bauwerk der Stadt, einem über 300 Meter hohen Schornstein, ein einschlägiges Transparent aufgehängt. Skandal! Wahnsinn? Geniale Idee, die  man nicht fallen lassen darf, „nur weil die falschen Leute auch dafür sind?“ Bringt das am Ende Touris, Investoren, Geld? Die Köpfe der Stadt, selbst die hohlsten, reden sich heiß, weil auf dem Spiel steht, was sich, kritisch, als Urform von Ideologie bestimmen lässt: Identität. „Karl Marx statt Chemnitz“ ist ein Stück, über das man Dissertationen verfassen kann – und das sich ebenso gut als prima Unterhaltung einfach weghören lässt. 

März

BLATNY'S KOPF ODER: GOTT DER LINGUIST LEHRT UNS ATMEN
von Christine Nagel
Regie: Christine Nagel
Redaktion: Juliane Schmidt
Produktion: rbb/DLF
Ursendung: 09.03.2018
Länge: 44’07’’


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Eine lobende Anerkennung geht an GERONIMO, Hörspiel in vier Teilen nach dem gleichnamigen Roman von Leon de Winter / Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus / Komposition: Andreas Bick / Dramaturgie: Susanne Hoffmann / Produktion: NDR / Länge: 54'28 (I), 53'42 (II), 53'44" (III), 53'39" (IV) / Ursendung: 27.01., 03.02., 10. und 17.02.2018.
Die Begründung der Jury

Der aus Brünn stammende Lyriker Ivan Blatný (1919–1990) galt viele Jahre als verschollen. Eine Lesereise nach England nutzte er 1948 zur Flucht aus der Tschechoslowakei und wurde daraufhin zur Persona non grata erklärt. Von diesem Zeitpunkt an war Blatný staaten- und mittellos. Er fand sein Exil in der Psychiatrie und erlebte im Eingesperrtsein eine größere Schaffensfreiheit als in der damaligen kommunistischen Tschechoslowakei. Mit 280.000 Versen auf 5.500 Notizbuchseiten, notiert auf Tschechisch, Französisch, Englisch und Deutsch, erfüllte er sich seinen Lebenswunsch: im Schreiben existieren zu können - in der Sprache zu leben, die ihm Lust und Vergnügen war. 

 

In ihrem Hörspiel „Blatnýs Kopf oder: Gott der Linguist lehrt uns atmen“ nähert sich die Regisseurin und Autorin Christine Nagel vielsprachig Blatnýs Gedanken- und Gefühlswelt an, wirft Schlaglichter auf sein unkonventionelles Verständnis von Begriffen wie ‚Freiheit‘ und ‚freiem Denken‘. In verdichtender Montage entsteht das Portrait eines Schreibers, der nicht schreiben wollte, was ihm die Politik vorschrieb, sondern stattdessen seiner Fantasie freien Lauf ließ - auf entwendetem Toilettenpapier, abseits der Öffentlichkeit. Diese Möglichkeit, sich im Kopf eines der ungewöhnlichsten Denkers und Dichters des 20. Jahrhunderts zu befinden, durch seine Ohren, seine Augen, seine Gedichte die Welt wahrzunehmen, zumindest vierundvierzig Minuten lang, ist eine beglückende und verwirrende Erfahrung. Unter Verzicht auf filigrane Erklärung von Zusammenhängen, mit einem feinen Gespür für die Musikalität der Gesamtkomposition, lässt Nagel zusammen mit dem Komponisten Peter Ehwalds und den hervorragenden Sprecher*innen, unter denen auch die authentische Stimme Ivan Blatnýs zu hören ist, einen assoziativen Hörraum entstehen, in dem Sprachgrenzen fließend werden und durch Blatný’s (Sprach-) "Musik der Bedeutungen" außergewöhnliche Bilder entstehen.

Februar

©WDR/Fahri Sarimese
DIE FEUERBRINGER – EINE SCHLAGER-OPERETTA
von Tomer Gardi
Regie: Susanne Krings
Musik: Rainer Quade und Christian Hecker
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Produktion: WDR/BR
Ursendung: 24.02.2018


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Eine lobende Anerkennung geht an GERONIMO, Hörspiel in vier Teilen nach dem gleichnamigen Roman von Leon de Winter / Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus / Komposition: Andreas Bick / Dramaturgie: Susanne Hoffmann / Produktion: NDR / Länge: 54'28 (I), 53'42 (II), 53'44" (III), 53'39" (IV) / Ursendung: 27.01., 03.02., 10. und 17.02.2018.
Die Begründung der Jury

Die Kerngeschichte dieses originellen Hörspielprojekts von Tomer Gardi ist schnell erzählt: Ein alternder Schlagersänger fährt im Rausch gegen einen Baum und wird daraufhin zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt; einen Schlagerworkshop für junge Geflüchtete und Migranten soll er leiten. Wie sich herausstellt, ist seine Aufgabe nicht ganz einfach, aber lohnend. In großer Begeisterung für diese Musik und angeführt von der Brasilianerin Sandra, gründet sich die Band „Die Feuerbringer“, in  Referenz zu Prometheus, Maui oder Agni.

Was geschieht nun, wenn das Konfektionsprodukt Schlager - deutsche Popmusik, die Gemeinsamkeit und Gemütlichkeit suggeriert - sprachlich aufgebrochen wird und seine Texte in nicht perfektem Deutsch gesungen werden? Wenn Akzente eine schmelzende Aussprache von „Herz“ verhindern und kreative Geister daran arbeiten, den für sie emotional bedeutungsvollen, aber sperrigen Begriff  „posttraumatische Belastungsstörung“  Schlager-tauglich zu machen? Dann zündelt ein Hörspiel mit Neo-Heimattümelei, unterwandert die deutsche Sprache mit anderen Zungen und Vorstellungen und eröffnet damit neue Erfahrungsräume. Zu flotten Rhythmen gesungen findet sich dann auch ein stimmiger Reim: „In deinen Augen seh‘ ich Stacheldraht-Absperrung“.  Und wenn Sandra singt: „Wäsche waschen. Teller machen. Mädchen muss kein Sklave sein“, bringt sie mit berührender Frische in Wort und Originalmusik gleich mehrere Erlebnisebenen inter-kulturell zum Schwingen.

Mit „Die Feuerbringer“ ist ein künstlerisches, psychologisch tiefgründiges Projekt gelungen, in dem junge Migranten dem deutschen Schlager und uns HörspielhörerInnen improvisierend, authentisch, spielerisch und mit Witz Feuer einhauchen. Das Unfertige, Gebrochene spiegelt  die Realität vieler Menschen in unserem Land wieder: Im Hörspiel, eben auch in seiner eigenen nicht-Perfektion, ist dies als eine schöpferische Qualität mit großer Erneuerungskraft zu spüren.

Die Jury spricht eine lobende Anerkennung aus für Geronimo (NDR, Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus, Komposition: Andreas Bick, Dramaturgie: Susanne Hoffmann), die Hörspieladaption des gleichnamigen Romans von Leon de Winter.  Diese 4-teilige Reihe ist ein überaus gelungener Polit-Thriller, präsentiert als bildgewaltiges Hör-Kino. Mit einer stimmigen Dramaturgie,  überzeugenden Sprecherleistungen, beeindruckender akustisch-cineastischer Umsetzung und einem Spannungsbogen, der sich hält bis zum letzten Ton.

Januar

©BR/Stefanie Ramb
SIMELIBERG
von Michael Fehr
Realisation: Kai Grehn
Komposition: Schneider TM (Dirk Dresselhaus)
Redaktion: Katarina Agathos
Produktion: BR/RB
Länge: 83'31‘‘
Ursendung: 20.01.


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Eine lobende Anerkennung geht an EFEU von Dunja Arnaszus
Regie: Dunja Arnaszus / Produktion: MDR/HR / Länge: 57‘02‘‘ / Ursendung: 29.01.
Die Begründung der Jury

Simeliberg von Michael Fehr ist mehr als eine Radiofassung seines Buchs: Es ist die Neuverdichtung des abgründigen Romans als poetisches Hörstück, in dem die in eigentümlichen Rhythmus sich entfaltende, eindringlich knorrige Sprache ebenso

viel Spannung erzeugt, wie die düstere Handlung, die vom ersten Moment an in den Bann schlägt. Eine imaginäre Schweiz scheint auf  im reduzierten elektronischen Sound,  a capella-Zwischengesängen in Moll,  und Originalaufnahmen als einer von schmalster Farbskala (weiß, Grautönen, schwarz)  geprägten Klanglandschaft, in der die handelnden Personen entgegen der mimetischen Konvention mit klarer bayrischer dialektaler Färbung sprechen. Vor allem aber entsteht sie in der Stimme des Autors, der seinen Text so vorträgt, als spräche er ihn in ein Diktafon – so wie Fehr seine bildstarke originelle Prosa ja tatsächlich notiert. 

Es sind undurchsichtige Figuren, die dieses düstere Oben (Stadt) und Unten (das Tal, der Sumpf) bevölkern: Der Gemeindsverwalter Anatol Griese, zugezogen aus Deutschland und somit auf ewig ein Halbfremder, fährt mit einer geladenen Schrotflinte über Land. Er soll den Sonderling Schwarz, der keinen Vornamen hat, zur Begutachtung aufs Amt bringen. Hat Schwarz Anspruch auf Fürsorge? Hat der seine Frau umgebracht? Es wird viel geraunt. Sicher aber fungiert er als Anführer einer fremdenfeindlichen paramilitärischen Gruppe von Preppern, die sich vorgenommen hat, den Mars zu kolonisieren und dafür Geld und Waffen im abgelegenen Einsiedlerhof von Schwarz hortet. Eine Explosion, die Tote fordert. Fragmente einer Krimi-Handlung. Ein scheinbar richtungslos vor sich hin arbeitender behördlicher Apparat. Familiäre Verstrickungen. Falsche Verdächtigungen und falsche Toleranz. Beglänzt mitunter von tiefschwarzer Komik. Ein Stück, das  nach Fehrs lapidarem Schlusssatz - Simeliberg, Aufnahme Ende – noch lange nachklingt und den Blick auf Vorurteile und Verbohrtheit im eigenen Lande richtet.

Eine lobende Anerkennung spricht die Jury aus für Dunja Arnaszus Hörstück „Efeu“. (Regie: Dunja Arnaszus / Produktion: MDR/HR / Länge: 57‘02‘‘ / Ursendung: 29.01.2018.) Dieses Stationendrama, das die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und -entwürfe von drei sehr unterschiedlichen Nachbarpaaren über zwei Jahrzehnte eng führt, besticht durch seinen leichtfüßigen impressionistischen Charme als ein gelungenes leicht absurdes, modern-alltägliches Sittengemälde.